01.03.2020
Der Fußball bleibt „dreckig“, so hat die Fanszene des FC Bayern München in einem online veröffentlichten Schreiben zu den Vorfällen in Sinsheim erklärt. Leider sind solche Vorkommnisse kein Einzelfall, wie 3 Wochen zuvor auch die Ultras von Borussia Mönchengladbach bewiesen haben.
Dazu ein Blick zurück in die deutsche Geschichte.
Was wurde in unseligen Zeiten gebraucht, um an die Macht zu kommen um dann sein Unwesen treiben zu können?
Gläubige und ein Schuldiger.
Das scheint ein im Menschen festgefügtes Verhaltensmuster zu sein, dessen sich die Mächtigen gerne bedienen.
Das ist im Fußball nicht viel anders.
Mit Einführung des werbefinanzierten Fernsehens wurde der Fußball, den Kapitalinteressen einiger Weniger dienend, so hochgejubelt, dass Josef Goebbels nur anerkennend genickt hätte. Milliarden wurden und werden verschoben und umverteilt, dass es einen fassungslos macht ob der Tatsache, dass die Menschen nicht scharenweise auf die Straße rennen um dagegen zu demonstrieren.
Das liegt daran, dass es leider viel zu viele Gläubige gibt, die im vorauseilenden Gehorsam Stimmung machen gegen all die Neider und Nichtversteher der „heiligen Sache Fußball“.
Von daher können die radikalen Fans ruhig als die Sturmabteilungen der Vereine gesehen werden.
Das diese sich jetzt selbst einen Schuldigen aus den Reihen der Profiteure ausgesucht haben, mit soviel Unbotmäßigkeit haben die Nutznießer allerdings nicht gerechnet. Das darf man sich nicht gefallen lassen, da müssen Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Im Nationalsozialismus gab es die „Nacht der langen Messer“. Wie es im Fußball weitergeht, ich bin gespannt. Auf jeden Fall müssen jetzt die Reihen wieder fest geschlossen werden.
Das unendlich Traurige an der ganzen Sache ist allerdings die Erkenntnis, das die meisten Fans wirklich überhaupt nichts im Kopf zu haben scheinen, mit denen sie das Geschäft Fußball hinterfragen könnten.
Spätesten seit "Football Leaks" müsste auch der Dümmste begriffen haben, das Fußball nur noch ein mieses Geschäft ist.
Fußball ist heute nur noch ein korruptes, asoziales System zur Umverteilung von unten nach oben.
23.03.2019
ANDREAS BESCHEUERT.
Na meine Damen, sind sie heute schon mit Helm und in Dessous Fahrrad gefahren? Ich gebe zu, jetzt ist es noch ein wenig kalt, aber im Sommer wird das hoffentlich anders aussehen. Ihr wisst bis dahin sicher auch, dass ich kein Chauvi, Macho, Sexist oder was auch immer sein kann, wenn ich euch vom Straßenrand aus mit Stielaugen hinterher pfeife. Das ist nur meine Art zu zeigen, wie sehr ich euren Einsatz für das Gute und Richtige anerkenne. So sieht es auf jeden Fall auch unser Minister für Verkehr, sonst hätte er ja so eine Plakataktion nicht gemacht.
PS: Es versteht sich aber von selbst, dass bei Heidi Klum und Andreas Scheuer das Tragen eines Helmes überflüssig ist. Scheint doch in ihren Köpfen nichts Schützenwertes zu sein, was eines Fahrradhelmes bedarf.
07.03.2019
Rainer Hank - Gänsekiel am Arsch der Wirtschaft.
Also, dass Journalisten Geschichten erfinden wissen wir ja jetzt. Aber dass sie Dinge von sich geben, wo man sich fragen muss, ob sie noch alle Tassen im Schrank haben, das kommt auch sehr oft vor. Sehr oft dann, wenn Antworten auf linke Forderungen geäußert werden müssen. Leider wird darüber viel zu wenig berichtet oder es wird unter den Teppich gekehrt.
So jetzt wieder in einen SPON-Artikel zu lesen.
Es ging in einer Sendung der Sandra Maischberger um zu hohe Mieten und gesellschaftliche Umverteilung.
Der eingeladene Publizist Rainer Hank, bei der F.A.Z. so etwas wie ein „Gänsekiel nah am Arsch der Wirtschaft“, lies sich da zu einer Antwort herab, die erstmal sprachlos macht.
Er sagte zum Thema, in London, Paris und Zürich seien die Mieten viel höher. Ist das ein Argument? Worte die scheinbar schon vor vielen Millionen Jahren von einem Wirtschaftsgott mittels handgegossenen Goldlettern in das weiche Urgestein gedrückt worden sind. Und nur der Rainer Hank und ein paar Buddys wissen, wohin genau auf dieser Welt gepilgert werden muss, um durch diese Offenbarungsworte erleuchtet zu werden.
Da dürfen sich ja alle verzweifelten Wohnungssuchenden die Hände reiben, dass der liebe Rainer noch nicht weiß, was ein Schlafplatz auf der ISS kostet.
Ich habe der F.A.Z geschrieben, dass hier noch nachgeschult werden muss. Wir brauchen nicht nur Facharbeiter, wird brauchen auch Journalisten die wissen was sie reden.
Den Herausgebern empfehle ich, für ihre Mitarbeiter, die ja sehr auszeichnungs- und preisaffin zu sein scheinen, mal einen aussagekräftigen Pokal auszuloben. Eine alte Walnuss festgeklebt auf einem rissigen Küchenbrettchen würde ich da für passend erachten. Drumherum der Spruch: Hirni des Monats. Der liebe Rainer würde sich sicherlich freuen.
Email an die F.A.Z.
Bei Euch schreibt doch auch der der Rainer Hank. In der Sendung von der Maischberger zum Thema hohe Mieten/Umverteilung sagte der Rainer, dass in "London, Paris und Zürich" die Mieten viel höher seien. Was ist das denn für eine Argumentation. Ist da was mit ihm, was die Öffentlichkeit nicht wissen soll?
Wenn ich das bei Hephata oder sonst einer Organisation für "geistig behinderte Menschen" erzähle, dann bekomme ich eine handgemachte Spülbürste geschenkt, für den Lacher des Monats. Liebe F.A.Z., dass ist doch kein Niveau.
Habt ihre keine internen Schulungen, wo ihr den Rainer mal auf Vordermann bringen könnt. Das ist ja zum Fremdschämen.
Gruß Pluto
27.07.2019
APO Pluto hat auf Change.org eine Petition eingestellt und bittet euch um Unterzeichnung und Weiterleitung.
Ich glaube, die Zeit ist gekommen es zu wagen. Ich weiß, Mutter Erde wartet darauf.
APO Pluto fordert ein Verbot von öffentlicher Werbung, Werbefinanzierung und Sponsoring durch Unternehmen für unternehmerische Zwecke.
Gruß Pluto und vielen Dank.
31.05.2019
Das Leben des Rezo.
In der Sache hat der junge Mann das sehr gut gemacht. Aber wer auf meine Seite geht weiß, dass wer mit Werbung Einnahmen erzielt, bei mir keine Gnade findet.
Werbung sollte und kann sich dieser geschundene Planet nicht mehr leisten und darf in Zukunft nur noch auf Abruf bereit stehen. Das sollte für alle Medien so gehandhabt werden.
(Ideen dazu können hier nachgefragt werden.)
Werbefinanzierung und
Sponsoring gehören
Verboten.
Das Geld darf nicht mehr zur Finanzierung von Fernseh- und Internetangeboten eingesetzt und damit einhergehend Schaumschlägern ("Promis") in den Arsch geschoben werden.
Das Geld muss für Soziales und den Umwelt- und Klimaschutz verwendet werden.
Nur so kommen wir von dem Konsumwahndenken wieder runter.
Wer von den Menschen verantwortliches Handeln gegenüber ihrer Umwelt erwarten will, der darf ihnen nicht durch subventionierte oder „kostenlose“ Angebote die Verantwortung nehmen, indem die wirklichen Kosten verschleiert werden. Erst recht nicht, wenn diese Angebote den Bedürfnissen von Mensch und Natur zuwiderlaufen.
Dies wird nur erreicht werden können mit einem Grundeinkommen und einem Höchsteinkommen sowie der rigorosen Begrenzung von privatem Vermögen.
02.04.2018
Brauchen wir einen Tag der Empörung?
Die Zukunft sieht nicht gut aus. Die Umwelt- und Klimaprobleme werden nicht weniger und die soziale Verelendung und Verwahrlosung nimmt auch bei uns immer mehr zu. Die Wirtschaft nimmt uns mit ihren Angeboten immer mehr in Beschlag und wir verheddern uns in ihren Fallstricken. Wir werden immer mehr zu unmündigen Bürgern. Das muss sich ändern.
Es gibt einen Tag der Jogginghose, aber keinen Tag, an dem wir diesem Kapitalismuswahnsinn so richtig unseren zivilen Ungehorsam zeigen. Und das von 0.00 bis 24.00.
Allein, mit Freunden oder Gleichgesinnten oder in Gruppen. Ziviler Ungehorsam auf breiter Front. Ob vor Schulen, Krankenhäusern, an Straßenkreuzungen oder auf dem Marktplatz, wir müssen uns
sammeln und diesem System, welches mit dem Leben von Menschen spielt und diesen Planeten zugrunde richtet, unsere Verachtung zeigen und Forderungen stellen.
Wir brauchen einen solchen Tag. Unbedingt
19.01.2018
Berliner Verkehrsbetriebe von trump’schen Schwachsinn befallen?
Wie soll ich mir sonst erklären, was sich die BVG da geleistet hat. Ich habe ja geglaubt, dass es erst in zwanzig Jahren so weit ist und wir noch dagegenhalten können. Aber ich habe mich offenbar geirrt. Ein Turnschuh als Fahrkarte. Was soll das denn? Und wo soll das hinführen? Gibt es das Tagesticket bald als Schokoladentafel und dass Monatsticket als Hemd oder Hoddy. Das Kurzstreckenticket als Kondom?
Oder kann in einer solchen Entscheidung auch die Metamorphose unseliger Vergangenheit in neuem verführerischem Glanz gesehen werden? Ja, denn beide ordnen sich einem Ziel unter, wobei die Interessen Einzelner über die Belange der Mehrheit gestellt werden. Weil sie die Macht dazu haben. Joseph Goebbels soll sich ja aus den Untersuchungen der Werbeindustrie zwecks Forcierung des Kaufverhaltens Erkenntnisse zur Beeinflussung der Massen geholt haben. Nimmt die BVG sich jetzt Anleihen bei Goebbels und ruft demnächst auf ihrem Betriebshof, der Sportpalast steht ja nicht mehr, den totalen Konsum aus. Und sieht dabei mit dem Hersteller wohlwollend auf die tagelang vor den Geschäften wartenden Kunden. Hier wie da Willige, bereit für den Untergang.
Wie sonst lässt sich solch unreflektierter Wachstumswahnsinn erklären. Da fragt sich der politische, umweltbewusste Bürger tatsächlich, welchen Verderbern der Menschheit wir uns heute und in Zukunft noch ausgesetzt sehen werden. Da graust es einen ja vor der Zukunft.
Mehr Info Der Tagesspiegel
16.01.2018
Sie sind in Endzeitstimmung und zutiefst unglücklich. Sie erkennen ihr Land nicht wieder. Überall bunte Migranten die ihnen die Wurst vom Brot klauen. Sie wollen alles hinschmeißen und gehen?
APO Pluto empfiehlt ihnen für einen stilvollen Abgang die reißfeste Krawatte Modell Alexander G.
Weitere Infos hier.
07.01.2018
Alexander Dobrindt ruft die "konservative Revolution" aus.
Was redet der da für einen Scheiß. Linke Meinungsvorherrschaft? Was soll die den für Auswirkungen gehabt haben, wenn es sie denn überhaupt gibt. Keine! Den Mist den Rot-Grün von 1998-2005 gemacht haben, wird doch jeder Linke sofort von sich weisen. Da hat ein durch geknallter, sozialdemokratischer Wolf im Brioni-Schafspelz mit seinem vor Macht besoffenen und damit nicht mehr Herr seiner Sinne gewesenen grünen Koalitionspartner Basta- Politik zum Wohle der Wirtschaft machen können. Die passte doch wie der Arsch auf den Eimer zu Helmut Kohls geistig-moralischer Wende. Schauen sie sich doch um. Überall immer mehr zunehmende amerikanische Verhältnisse. Bei der geringsten Kleinigkeit rastet der Bürger aus und will Rettungskräften, Feuerwehrmännern oder Polizisten an den Kragen. Politiker möchte er am liebsten am nächsten Baum hängen sehen. Die Welt dreht langsam durch. Dafür brummt die Wirtschaft. Derweil nehmen Umwelt- und Klimaveränderungen ungebremst ihren zerstörerischen Lauf und die in prekären Verhältnissen lebenden Menschen werden auch nicht weniger. Immer mehr Menschen sind psychisch angeschlagen oder torkeln voll mit Drogen durch unsere Innenstädte. Kein noch so stockkonservativer Christdemokrat zuckt heute mehr mit den Gliedmaßen, wenn ihm aus dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen aus geschürzten Lippen das Wort Ficken entgegenkommt. Da nimmt seit mehr als dreißig Jahren eine geistig-moralische Wende ihren Lauf, die hätte ein Irrer auch nicht besser hinbekommen. Und jetzt will der Dobrindt den Linken die Schuld in die Schuhe schieben. Du hast einen ganz großen Knall Alexander Dobrindt.
Hier geht's zum Kommentar in der taz
Brauchen wir eine Obergrenze? Ja sicher!
APO Pluto fordert eine Obergrenze für
Einkommen, Vermögen und Leitkultur.
Folgende Sätze sagte Recep Tayyip Erdogan, siehe SPIEGEl-Artikel:
"Wenn Sie sagen, dass die Wahlurne einen Diktator produziert, dann wäre das eine große Grausamkeit und Ungerechtigkeit gegenüber der Person, die gewählt wird"
"Das ist kein System, das Tayyip Erdogan gehört. Ich bin sterblich, ich könnte jeden Moment sterben."
Der Mann, der Deutschland Nazi-Methoden vorwirft, hat doch glatt vergessen, dass Hitler durch Wahlen an die Macht gekommen ist.
Und auch Adolf Hitler wollte ja so schnell wie möglich seine Vorhaben durchziehen und verwies dabei schon mal auf sein fortgeschrittenes Alter. Er wollte ein fertiges 1000jähriges Reich hinterlassen.
Ja Recep, du kannst sagen was du willst, du bist auf dem Diktatoren-Trip. Zieh die Reißleine!
PS: Demokratisch gewählte Oberhäupter sollten sich auch das Spalierlaufen abgewöhnen, dass fördert nur Abgehobenheit und Größenwahn.
18.08.2017
Was verstehen sie unter Wirtschaftsethik?
Im Duden heißt es dazu:
Substantiv, feminin - Ethik, die sich mit den moralischen Aspekten wirtschaftlichen Handelns beschäftigt.
Nun hat der Professor Dr. Thomas Beschorner, Direktor des Instituts für Wirtschaftsethik der Universität St. Gallen/ Schweiz, auf SPIEGELONLINE* am 09.08.2017 in einen Gastbeitrag über die riesige Ablösesumme des Spielers Neymar in Höhe von 222 Millionen Euro geschrieben und was nun zu tun sei.
Er redet hier zwar von „unmoralischen Gehältern“, schreibt aber zum Schluss, dass neue Zeiten angebrochen seien. „Wir wissen es alle“. Das stimmt, dass hat inzwischen bestimmt auch der letzte Depp gemerkt. Dann kann sich ein Wissenschaftler aber ruhig die Frage stellen, ob diese neuen Zeiten nicht den gesellschaftlichen Zusammenhalt massiv stören, gar zerstören. Für einen Ethiker sollte das selbstverständlich sein.
Aber was macht der Herr Professor Dr.? Er laviert rum und schreibt von der Klassengesellschaft innerhalb der Ligen. Der Herr Professor Dr. macht sich Sorgen, dass die Schere zwischen reichen Vereinen und noch reicheren Vereinen zu weit auseinander geht. Das würde den Wettbewerb verzerren.
Mit keinem Wort geht der studierte Herr, Fachmann für Wirtschaftethik, auf die Ursache dieses Geldrausches ein. Das Geld ist einfach da, es muss nur innerhalb der Vereine gerecht verteilt werden. So einfach ist das für den Herrn Ethikprofessor.
Dass dieses Geld von in prekären Verhältnissen lebenden Menschen mit erwirtschaftet wurde. Nicht wichtig. Das die unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellten Trikots zu Spottpreisen eingekauft und – jedes Jahr neu – teuer verkauft werden. Unbedeutende Nebensache, quasi wirtschaftlicher Kollateralschaden. Das Fernsehgelder zwangsweise eingetrieben oder Gelder für die Werbefinanzierung über den Konsum dem Verbraucher aus der Tasche gezogen werden. Uninteressant. Dass Sponsoren Menschen mit Millionen überhäufen, die schon ein sehr gutes Einkommen haben. Ja und.
In seiner ethischen Weltanschauung kommt es nicht vor, dass dieses Geld, statt Schaumschlägern in den Arsch zu schieben, besser für alte Menschen, Schulrenovierung, Bildung, Krankenversorgung, Flüchtlinge oder sonstige sozialen Aufgaben besser zu verwenden wäre.
Herr Professor Dr. Thomas Beschorner, ich vermisse in ihrem Beitrag eine wissenschaftliche Vorgehensweise (keine Analyse vorhanden) und dass er für einen Wirtschaftsethiker wenig mit Ethik/ Moral zu tun hat.
Daher empfehle ich ihnen, schauen sie sich mal gründlich auf meiner Seite um und erweitern sie ihren Bildungshorizont.
Wenn Sie mir dann mitteilen, dass sie meine Seite besucht und das Geschriebene auch verstanden haben, stelle ich ihnen auch ein eigenhändig unterschriebenes Zertifikat aus (siehe unten). Das macht sich bestimmt gut neben ihren anderen Auszeichnungen.
* SPON Gastbeitrag Prof. Dr. Beschorner
Der Herr Professor Dr. Beschorner wird über diesen Beitrag schriftlich informiert, SPON per Email.
den 15.07.2017
Bundeskanzleramt
Bundeskanzlerin
Angela Merkel
Willy-Brandt-Straße 1
10557 Berlin
Hallo und schönen guten Tag Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel.
Wie ich dem SPIEGEL, Heft 29 – Seite 20, entnehmen konnte, fordert unser Innenminister, dass sich linke Parteien von politisch linksstehenden Gewalttätern distanzieren sollen.
Diese Äußerung möchte ich zum Anlass nehmen, sie Frau Bundeskanzlerin aufzufordern, sich von der durch den Kapitalismus ausgehenden Gewalt – da wären Ausbeutung, Erniedrigung, Gefährdung von Leib und Leben, Zerstörung der Lebensgrundlagen usw. – öffentlich zu distanzieren.
Ich glaube, das sind Sie unserer Verfassung schuldig und sollte einmal klar zum Ausdruck gebracht werden.
Gruß Pluto.
PS. Dieses Schreiben geht Ihnen per Brief und Email zu und wird unter https://www.apopluto.de/ veröffentlicht. Eine Kopie geht an den SPIEGEL.
In der Kapitalismusfalle!
Im Jahr 1985 wurde das werbefinanzierte Fernsehen eingeführt und seitdem hat sich unsere Gesellschaft stark gewandelt. Was ist passiert?
Ich habe mir das Free-TV, heute nenne ich es Doof-TV, auch angesehen. Es war erfrischend, manchmal laut und schrill. Später zu oft gewalttätig. Aber eins hat mich schon damals umgetrieben, die Mischung aus Gebühren- und Werbefinanzierung. Ich durfte das Free-TV nämlich nur sehen, wenn ich die öffentlich-rechtliche Fernsehgebühr bezahle. Obwohl ich beides bezahle, wurde mir eine Entscheidungsfreiheit verweigert. 2013 folgte dann die Haushaltsabgabe mit der Begründung, dass jeder nun überall Fernsehen empfangen könne. Die Wirtschaft setzt die Standards und die Politik macht die passenden Gesetze dazu. Wieder wurde im Interesse der Wirtschaft das Freiheitsrecht beschnitten.
(Helmut Kohl bekam später von Leo Kirch, dem Fernsehrechtehändler, einen Beratervertrag. Kassiert hat er ein paar Millionen. Zuletzt langte eine ehemalige Verfassungsrichterin kräftig zu.12 Millionen.
Aha, sag ich da nur.)
Bei den Freihandelsabkommen gehen die Bürger massenweise auf die Straße, weil sie sich dem Diktat der Wirtschaft nicht unterordnen wollen. Dabei ist dies mit Einführung des werbefinanzierten Fernsehens doch schon längst geschehen. Nichts hat die Gesellschaft so verändert wie das Free-TV und später das Internet.
In Deutschland werden im Jahr 28 Milliarden für Werbung ausgegeben. Das muss man sich einmal vorstellen.
Von den mit Werbung produzierten Printmedien (Stadtteilzeitung, Werbebroschüren etc.) die unaufgefordert ins Haus flattern, wird bestimmt die Hälfte direkt im Müll landen. Interessiert aber keinen.
Durchschnittlich 500 Stunden Fernsehen, davon bestimmt zwei Drittel werbefinanziert, werden pro Tag auf die Zuschauer losgelassen, der sich davon höchstens vier Stunden ansieht.
Da jagt eine Klima- und Umweltkonferenz die andere, und wir haben nichts dagegen, dass der Planet durch forcierten Konsum noch schneller zugemüllt wird.
Und wie wirkt das, was alles gesendet wird, auf unsere Gesellschaft ein?
Bekommen wir langsam amerikanische Verhältnisse. Werden wir uns auf Slums, Gewalt und zunehmende soziale Verwahrlosung einstellen müssen? Oder sind wir schon so
weit?
Welchen Beitrag hat das Fernsehen an den gesellschaftlichen Veränderungen der letzten dreißig Jahre? Das sollte in unserer Gesellschaft viel stärker diskutiert werden. Die Presse scheint mir dazu nicht bereit. Was daran liegen mag, dass sie, wie die Finanzkrise 2008 an den Tag gelegt hat, sich in die Abhängigkeit der Einnahmen durch Werbefinanzierung begeben hat. Braucht die Presse also einen neuen Spiegel?
Wir müssen dahin zurück, das jeder nur für das bezahlt, was er auch konsumiert. Werbefinanzierung gehört verboten. Der Bürger muss wieder Verantwortung für sein Tun zurück bekommen. Denn nur dann ist er ein mündiger Bürger.
Wenn das nicht gelingt, sitzen wir weiter in der Kapitalismusfalle!
Von den Parteien ist leider zu diesem Thema so gut wie nichts zu hören.
Dass es eine grüne Partei nicht interessiert, wenn der Bürger gegen alle Vernunft mittels Zwangsbeiträgen den Konsum puschen muss ist mir ein großes Rätsel. Da laden sie lieber den Zetsche ein und lassen sich seine Welt erklären. Wundert aber auch nicht, wenn man ihre Parteivorsitzende Peters in einer Talkrunde sagen hört, dass die Kosten für die Flüchtlinge von diesen in 6-7 Jahren wieder erwirtschaftet würden. Das ist schon wirtschaftliches Kosten/Nutzen Denken. Da dauert es nicht lang, bis man zu dem Schluss kommt, dass man sich Mitmenschlichkeit nicht mehr leisten kann. Das kommt beim „Marsch durch die Institutionen“ am Ende heraus. Und die grünen Politiker sind ja schon sehr lange marschiert. Einer sogar bis nach München zu BMW.
Die Linke ist zwar von der Kenntnis der Marx’schen Theorien durchdrungen, weiß auch um die Wandlungsfähigkeit des Kapitalismus, scheint mir aber die Wirkmechanismen im dritten Jahrtausend zu ignorieren. Die Partei erschöpft sich in Forderungen nach einer Reichensteuer, Mindestlohn, sozialem Wohnungsbau etc. Genosse Gysi biedert sich derweil beim Geld an und macht mit dem schaumschlagenden Kapitalvertreter Thomas Gottschalk einen Jahresrückblick auf n-tv.
Völker höret die Signale! Welche denn?
Krümel reichen uns nicht mehr, wir wollen auch noch die Teller ablecken. Na super.
So bekommen wir die gewaltigen Probleme nicht gelöst.
Einen wirklichen und nötigen Umbruch dieses kapitalistischen Systems kann ich deshalb bei beiden Parteien nicht erkennen. Man wettert hier, man wettert da. Gerne auf Facebook. Das ist die Internetseite von Mark Zuckerberg. Der Typ hat mit Werbefinanzierung in 10 Jahren 45 Milliarden gemacht und träumt nebenher von einem neuen Menschen. Da wäre selbst Karl Marx von den Socken gewesen und der wusste schon wie der Hase läuft.
Ich gebe zu, der Mark Zuckerberg wird auch kritisiert. Das macht man dann aber nicht auf Facebook. Warum? Die Kritik wird entweder gar nicht erscheinen, wie einmal ein Leser des SPIEGEL in einem Kommentar anmerkte, oder man wird ganz schnell kein Konto mehr da haben.
Leben wir also in einer Zeit in der ein Facebookkonto mehr wert ist als die Meinungsfreiheit?
Ich sage ja. Kapitalismusfalle eben.
Kurzum halte ich das werbefinanzierte Fernsehen und Internet so wie es jetzt ist, für eine gewaltige Verblödungs- und Umverteilungsmaschine die wir uns nicht leisten sollten. Und auch nicht können, wenn wir wirklich etwas verändern wollen.
